Kay Winkler

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KIRCHEN STÜCK
Lutherkirche München
1998


Text


Dr. Markus Brach v. Gumpenberg

Im Innern der Lutherkirche ist ein Teil des Kirchenschiffes durch ineinander geschobene 2,40 Meter hohe, teils tapezierte Fertigbauwände abgeteilt. Der so entstandene, nach oben offene Raum bleibt aber durch die unterschiedlich gegeneinander verschobenen Fensteröffnungen einsehbar. Auch ist er der Nutzung durch die Gemeinde nicht entzogen. Er kann durch einen schmalen Zugang an der Stirnseite betreten werden. Kay Winkler benutzt den Kirchenraum nicht lediglich als Ausstellungsraum für Kunstwerke, sondern er nimmt in seiner Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten unmittelbar Bezug auf den Ort. Die Wohnraumwände veranlassen eine architektonische Um-Ordnung, die unmittelbar auf hierarchische Strukturen von Kirche verweist. Diese Umordnung ist nicht eine Reproduktion von gegebenen Strukturen, sondern ein Sicheinlassen und Integrieren in Prozesse, um sie als Organisator neu zu koordinieren und generieren. Mit der Zerlegung des Gebäudekörpers wird die Frage nach den Grundkonstituenten der Abgrenzungen von Sakralem, Öffentlichem und Privatem sichtbar. Durch immer mehr eingesetzte immaterielle Kommunikationsmittel wird der geschlossene Raum mehr und mehr zu einer Transformationskabine für mediale Interaktionen und verliert dadurch eine eigene Identität. „Projektionen überlagern, ersetzen, ergänzen die bisher gültige wahrnehmbare Realität des Raumes.“







Eine Auswahl – chronologisch

RHIZOM
BIG DATA
VERSPIELEN
LANDSCHAFT IM RAHMEN
REINES TRINKEN
ZITATE ZUR GESCHICHTE EINES HAUSES
LICHTSCHREIN
KATHEDRALE DES EROTISCHEN ELENDS
GANGWEG
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TRANSPARENT MOVE
O.T. ERLANGEN
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